Projektgruppe „KKG - Gegen das Vergessen“ besucht Stadtarchiv in Grevenbroich

 

Stadtarchiv  Für die Gruppe, die nun schon seit Jahren mit dem Stadtarchiv zusammen arbeitet, dient der Besuch der Vorbereitung der alljährlich gestalteten Mahn- und Gedenkfeier zur Reichspogromnacht (9. November). Denn auch 2015 möchten sie einen neuen Akzent setzen. Dazu Projektleiter Thomas Jentjens: „Bei der diesjährigen Gedenkfeier wollen wir anhand biographischer Daten erstmals der verfolgten Mitbürger aus dem "gesamten" Stadtgebiet namentlich gedenken." (2015)

 

Herr Wolff, der Leiter des Stadtarchivs, hat uns dankenswerterweise Quellen und vor allem Listen mit jüdischen Grevenbroicher Bürgern aus allen Stadteilen zur Verfügung gestellt. Hiermit soll dem Umstand Rechnung getragen werden, dass jüdische Mitbürger in allen Stadtteilen Grevenbroichs unter der Nazityrannei litten." Auch die Projektschüler schätzen das Akten- und Quelleneinsehen folgendermaßen ein: „Der Besuch im Stadtarchiv war sehr interessant und beindruckend, da wir anhand von Originalquellen weitere Einblicke in jüdisches Grevenbroicher Leben bekommen haben. Besonders schockiert waren wir darüber, dass die Ausgrenzung und die Verbrechen gegen die jüdischen Mitbürger ohne Scham teilweise bis ins kleinste Detail in Akten geschrieben wurde." (Julian Faust und Niklas Mertens,Jg. 11) Ebenso findet Miriam Rech (Jg. 13) klare Worte: „Ich fand besonders schockierend, dass viele Familien nicht einmal wussten, was mit ihren geliebten Verwandten geschehen war. Oftmals lasen wir in den Listen ‚für tot erklärt‘ oder ‚verschollen‘. Mir war zuvor auch nicht bewusst, dass so viele Grevenbroicher Mitbürger bis ins Todeslager nach Auschwitz deportiert worden sind. Vielleicht finden wir auf unserer anstehenden Projektfahrt Infos zu unseren ehemaligen Mitbürgern, für die der Naziterror in Auschwitz endete."  Zusätzlich erhofft sich die Projektgruppe auf einer, vom 1. bis 6. Oktober 2015 stattfindenden Studienfahrt weitere Impulse für die Mahn- und Gedenkfeier.  Die Projektgruppe fährt erstmals - im fünften Jahr ihrer Projektarbeit - nach Auschwitz und Krakau. In Polen soll neben dem Besuch des Konzentrationslagers auch das heutige jüdische Leben in Krakau erkundet werden.  Für Geschichtslehrer Jentjens und Projekt-Mitstreiter Reinhold Stieber (Geschichtslehrer i.R.) wird ein weiterer Aspekt bedeutsam sein: Denn neben der inhaltlichen Komponente ist beispielsweise der Besuch des Stadtarchivs ein „außerschulischer“ Lernort, bei dem - wie selbstverständlich - Recherche- und Forschungstechniken vermittelt werden.

Gla

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