Mahn- und Gedenkfeier der Projektgruppe "KKG - Gegen das Vergessen" 2018

Am 9. November hieß es bereits zum 8. Mal im Rahmen der Mahn- und Gedenkfeier anlässlich der Novemberpogrome von 1938, ein Zeichen gegen Antisemitismus, Ausgrenzung  und Fremdenfeindlichkeit zu setzen. „Besonders in der heutigen Zeit erscheint uns das enorm wichtig“, betont GL-Lehrer Thomas Jentjens, der zusammen mit Reinhold Stieber die Projektgruppe "KKG -Gegen das Vergessen" leitet. Die gesamte Veranstaltung wurde von der Klasse 9.1b vorbildlich geplant.
 
Bereits am Vormittag hatte in der KKG eine Begegnung der Ehrengäste -  Nachfahren verschiedener jüdischer Mitbürger - mit ihren Schülerpaten stattgefunden, der neben den schulischen Vertretern und Organisatoren auch Ulrich Herlitz vom Arbeitskreis Judentum beiwohnte (siehe Foto) . Paten sind David Koch für Familie Sachs, Finn Drossard für Familie Aussen und Joshua Gluch für Familie Theisebach.
Auf dem Synagogenplatz in Grevenbroich versammelten sich auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Menschen, um der Gedenkfeier beizuwohnen. Musikalisch eröffnet wurde die Veranstaltung  durch den Schüler-Eltern-Lehrer-Chor der KKG zusammen mit dem Franziskus-Kinderchor der Pfarre St.Josef Grevenbroich-Süd – beide unter der Leitung von Peter Faller-Lubczyk – und dem Instrumentalistenkreis der KKG (Leitung Michael Frank und Peter Faller-Lubczyk) mit dem Lied „Shalom Chaverim“. Anschließend begrüßten die Projektschülerinnen Alice Bingeser und Christina Duras die Anwesenden.
Neben weiteren Liedbeiträgen – darunter die Eigenkomposition „Im gelobten Land“ von Liedermacher Klaus Grolms - präsentierten die Projektschülerinnen und Projektschüler erschütternde Quellen über die Schicksalsschläge der Familien Sachs, Aussen und Theisebach, deren Nachfahren die diesjährige Veranstaltung als „Ehrengäste“ unterstützten.
In einem Gastbeitrag erinnerte Professor Neil Theise aus New York auf ergreifende Art an die Geschichte seiner Hemmerdener Familie Theisebach.
Nach einer Schweigeminute trugen Konfirmanden der Evangelischen Kirchengemeinde Grevenbroich, unter Leitung von Herrn Pfarrer Diezun, ein Gebet vor.
Am Ende der berührenden Gedenkfeier bedankte sich Reinhold Stieber bei den Anwesenden dafür, dass sie gemeinsam ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit gesetzt haben.
Im Anschluss an die Kundgebung auf dem Synagogenplatz wurde die Ausstellung „Nacht des Terrors. Der Pogrom vom 9./10.November 1938“ im Museum der Niederrheinischen Seele in der Villa Erckens eröffnet.
 
Zitate zur Mahn- und Gedenkfeier:
Thomas Jentjens:
„Ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bei allen Mitstreitern für die beeindruckende Mahn- und Gedenkfeier bedanken. Besonderer Dank gilt meinen Schülern aus der Klasse 9.1b. Diese haben sich seit Wochen weit über das normale Maß hinaus für das Gelingen der Veranstaltung engagiert.“

Projektschülerin Alice Bingeser (9.1b):
Ich fand unsere Veranstaltung gut, weil wir auf die Opferfamilien Theisebach, Sachs und Aussen konkret eingegangen sind. Meine Erwartungen an die Veranstaltung wurden voll erfüllt. Das Gebet und die Musikbeiträge waren ebenfalls passend und ergreifend, sodass wir zusammenfassend von einer würdigen Mahn- und Gedenkfeier sprechen können.“
Projektschüler David Koch (9.1b):
„Ich denke, dass die Veranstaltung sehr gut besucht war und es ein gelungener Abend gewesen ist. Ein besonderes Highlight war für mich die Rede von Prof. Theise aus New York, ein Nachfahre der Familie Theisebach aus Hemmerden. Aufgrund unserer diesjährigen Veranstaltung bin ich zuversichtlich, dass die Mahn- und Gedenkfeier auch in den kommenden Jahren weiterhin eine große Resonanz finden wird.“
Projektschüler Finn Drossard (9.1b):
„In meinen Augen war die Veranstaltung ebenfalls ein voller Erfolg. Wir sind zudem froh, dass so viele Leute gekommen sind, um mit uns ein Zeichen gegen Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung zu setzen. Das Geschehene darf und wird nicht in Vergessenheit geraten.“

Projektschüler Joshua Gluch (9.1b):
„Ich denke und hoffe, dass die Veranstaltung etwas geholfen hat, dass die Leute in sich gehen und in Ansätzen eine Vorstellung davon haben, was die furchtbaren Pogrome für die ehemaligen jüdischen Mitbürger bedeutet haben. Die anschließende Ausstellung hat die niederträchtigen Pogrome nochmals eindrucksvoll thematisiert. Der Abend stieß durchweg auf eine sehr positive Resonanz, so dass wir Projektschüler ein sehr positives Fazit ziehen können.“
 
 
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