Darstellung des Projekts

Das Projekt besteht seit 2011, als die Schule gebeten wurde, anlässlich des 700jährigen Stadtjubiläums die Gedenkfeier zur Reichspogromnacht vom 9. November 1938 zu gestalten. Mit Unterstützung  eines Mitglieds des Grevenbroicher Geschichtsvereins, Reinhold Stieber, der anregte , das schicksalhafte jüdische Leben in Grevenbroich aufzugreifen, entstand  die erste Mahn- und Gedenkfeier. Wegen der besonderen Thematik und der starken positiven Resonanz, beschlossen der schulische Organisator, Thomas Jentjens, und seine Schüler die Aufarbeitung der Nazi-Gräuel voranzutreiben. Schnell ergaben sich zur ursprünglichen Projektidee, der jährlichen Mahn- und Gedenkfeier, weitere Themenfelder: Kooperationen mit dem Stadtarchiv, Ausstellungsbesuche zur Thematik, Themenabende gegen Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus sowie das Engagement für die Wiedereröffnung des in Vergessenheit geratenen jüdischen Friedhofes in der Stadtmitte.
Aufgrund der vielfältigen Aktionen setzte sich auch relativ bald der Projektname „KKG- Gegen das Vergessen“ durch.

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Auf Grund der guten Projektarbeit - vor allem des Einsatzes für die Begehbarkeit des Jüdischen Friedhofs in Grevenbroich - hatte der Geschäftsführer der Jüdischen Landesgemeinden Nordrhein, Wilfried Johnen, die Einladung nach Düsseldorf ausgesprochen. Auf den Besuch waren die 29 Schüler der Klassen 10-12 sowie deren Projektleiter Thomas Jentjens und Reinhold Stieber sehr gespannt. „Es war eine besondere Ehre, den jüdischen Glauben derart nah miterleben zu können.“, so Mariana Tomovski (Jg. 11). Gestaltet wurde die interessante Synagogenführung durch Shoshana Rosèn, die der Gruppe einen typischen jüdischen Gottesdienst genauso wie religiöse Symbole näherbrachte. (2013)

 

Damit hatten Projektleiter Thomas Jentjens (Gesellschaftskunde- und Religionslehrer an unserer Schule) und Reinhold Stieber (Lehrer i.R.) nicht mehr gerechnet: Durch einen tollen Schlussspurt rückten sie von Platz 6 auf den 2. Platz auf. „Besonders gefreut hat mich, dass viele Leute inhaltliche Fragen zum Projekt gestellt haben und auch viele Leute bereits von unserer Projektarbeit über die Schulhomepage und die örtlichen Presseorgane gehört haben. An dieser Stelle ein großer Dank an die interne und externe Presse.", so Jentjens. (2012)

 

„Ich finde es sehr beeindruckend, wie engagiert sich unsere Schülerinnen und Schüler mit diesem schwierigen Thema auseinandersetzen. Sie stellen ihre eigenen Fragen, sie suchen ihren eigenen Zugang zu einer Zeit, die für sie lange zurückliegt.“ So unsere Bürgermeisterin Ursula Kwasny an der Mauer zum jüdischen Friedhof. (2012)

 

Projektleiter Thomas Jentjens, die Schülerinnen Miriam Rech, Lisa Staff (beide Jahrgang 11) und Stefanie Munder (Jg. 12) waren sogar in den Ferien aktiv. Sie stellten ihre freie Zeit zur Verfügung, um Sternschnuppen-Initiatorin Charlotte Häke beizustehen, gemeinsam mit dem „Lions Club Grevenbroich - Altes Schloss“ für die ersten Bewohner des Seniorenheims Bernardus, behinderte Kinder und deren Geschwister eine Feier zu gestalten. „Es ist wunderschön, dass wir bei solch einer tollen Aktion mithelfen können. Wir möchten gerne weiterhin die Sternschnuppenkinder unterstützen und vielleicht schon beim nächsten Zooausflug als Betreuer mitfahren.“, so Lisa Staff. (2013)

 

Die Projektgruppe wurde als erster Preisträger in der Kategorie U 21 bei der Verleihung des Deutschen Bürgerpreises 2013 in der Sparkasse Neuss in Anwesenheit von MdB Hermann Gröhe geehrt, der ihnen auch noch einen Dankesbrief mit persönlicher Widmung zukommen ließ. (2013)

 

Wie wir uns gerne erinnern, erhielt das Schulprojekt „KKG - Gegen das Vergessen“ den Dt. Bürgerpreis 2013 und bekam selbst 500 Euro gespendet. Da das Projekt sich nicht nur gegen Ausländerfeindlichkeit und Ausgrenzung richtet, sondern auch für Zivilcourage und Toleranz einsetzt, machten die Projektschülerinnen Lisa Staff und Miriam Rech (beide Jg. 11) den Vorschlag, einen Teil des Preisgeldes dem Verein "Sternschnuppen für behinderte Kinder e.V." zu übergeben. (2013)

 

Während die ca. 80 Besucher des Themenabends noch unter dem Eindruck des Films „Mariannes Heimkehr standen“ ergriff die Bürgermeisterin Frau Kwasny das Wort und informierte die Teilnehmer, dass Gelder zur Verfügung ständen, um den Jüdischen Friedhof wieder begehbar zu machen.
Die Freude darüber stand den beiden Organisatoren Thomas Jentjens (Religionslehrer) und Reinhold Stieber (Lehrer in Ruhe) ins Gesicht geschrieben. Denn schließlich hatten sie mit ihren Schülerinnen und Schülern den „vergessenen“ Friedhof durch die Gedenkmärsche (2011 und 2012) anlässlich der Reichspogromnacht in das Bewusstsein der Stadt gebracht. (2013)

Kontakt

Postadresse:

Käthe-Kollwitz-Gesamtschule Grevenbroich
Hans-Böckler-Straße 19
41515 Grevenbroich

Anfahrt zum Hauptgebäude:


Käthe-Kollwitz-Gesamtschule
Von-Ketteler-Straße
41515 Grevenbroich

Anfahrt zur Sporthalle:

Käthe-Kollwitz-Gesamtschule
Geschwister-Scholl-Straße
41515 Grevenbroich

 

Schülersekretariat:

Tel: 02181- 608 9160

E-Mail: Schuelersekretariat-KKG@grevenbroich.de 

Schulleitungssekretariat:
Tel.: 02181- 608 9140

E-Mail: 191504@schule.nrw.de

 

 

 

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