
Insgesamt machten sich unzählige ProjektschülerInnen im Rahmen eines Tagestrips nach Amsterdam auf, um auf den Spuren des jüdischen Mädchens mit dem weltberühmten Tagebuch zu wandeln. Begleitet wurde die Gruppe um Lorena Cordero und Thomas Jentjens von Mitgliedern des Grevenbroicher Geschichtsvereins.
Ermöglicht wurde die Exkursion in die Hauptstadt der Niederlande übrigens von der ehemaligen Bürgermeisterin Ursula Kwasny, die über die Bürgerstiftung finanzielle Mittel zur Verfügung stellte. Der langjährigen Projektfreundin war es nämlich ein Bedürfnis, die engagierten ProjektschülerInnen mit dem Besuch des berühmten Hinterhauses, das zwischenzeitlich ein weltbekanntes Museum geworden ist, für deren Engagement gegen Antisemitismus, Ausgrenzung und Rassismus wertschätzend zu belohnen.
In der aktuellen Ausgabe des NRW-Rundbriefes der „Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage“ wird erfreulicherweise ebenfalls über die Projektfahrt nach Amsterdam berichtet:
03 – SoR – SmC-NRW_Rundbrief_April 2026_KKG-Gegen_das_Vergessen
Vor dem Gang durch das Museum gab es noch einen interessanten Workshop, der den aufmerksamen SchülerInnen neben Überblicken zur Geschichte der Franks auch Hintergründe über den (im damals von Nazideutschland besetzten Nachbarland) betriebenen Holocaust lieferte.

Besonders beeindruckt war die Projektgruppe von den vorgelegten „In Memorian – Büchern“, in denen sämtliche Holocaustopfer der Niederlande verzeichnet sind: Allein schon die dutzenden Einträge zu den Opfern mit dem Familiennamen Frank machten große Teile der Jugendlichen sprach- bzw. ratlos.

Nach dem Workshop ging es dann durch das legendäre Hinterhaus, in dem nicht fotografiert werden dürfte. Das tat den haftenden Eindrücken der BesucherInnen jedoch keinen Abbruch. „Es war sehr eng und man kann sich richtig vorstellen, wie schwierig es gewesen sein muss, dort so lange zu leben, immer leise zu sein und in ständiger Angst, entdeckt zu werden“, hält Projektschülerin Jana (Klasse 10) nachdenklich fest. Lena (Klasse 9) bilanziert ebenfalls ergriffen: „Der Ausflug war eine bedeutende Angelegenheit, da es wichtig ist, dass die Geschichten der Zeit des 2. Weltkrieges und die damit verbundenen Verbrechen nicht in Vergessenheit geraten. Anne Frank und ihre Geschichte steht stellvertretend für das Leid von unzähligen Menschen, die ausgegrenzt oder verfolgt bzw. sogar ermordet wurden.“
Unweit des Museums befindet sich noch eine Anne Frank Statue, die Gelegenheit für ein abschließendes Gruppenbild bot.

Obwohl sich die Rückfahrt wegen eines Busunfalls um ein paar Stunden verzögerte, fiel das Fazit zum Tagesausflug in die niederländische Metropole durchweg positiv aus- Entsprechend zufrieden bilanzierten die Organisatoren der Fahrt, Ulrich Herlitz (Vorsitzender des Geschichtsvereins) sowie Cordero und Jentjens einstimmig und erfüllt: „Wir haben hier heute unschätzbar wertvolle Erfahrungen sammeln dürfen. Das wird nicht unsere letzte Projektexkursion nach Amsterdam ins Hinterhaus gewesen sein.“
Die Projektgruppe „KKG – Gegen das Vergessen“ nimmt bemerkenswerterweise schon seit fast zehn Jahren aktiv am Anne Frank Tag, dem bundeweiten Aktionstag gegen Antisemitismus, Ausgrenzung und Rassismus, teil. Bereits jetzt laufen die Planungen für die diesjährige Veranstaltung, in der auch die zurückliegende Exkursion zum Anne-Frank-Hausein Programmpunkt sein wird, auf Hochtouren. Interessierte können sich für die Veranstaltung im Schulforum bitte im Schulleitungssekretariat anmelden.


Das letzte Wort soll Anne Frank mit einem Zitat aus ihrem weltberühmten Tagebuch „Kitty“ haben. Im Rahmen des beschriebenen Workshops wurde das legendäre Zitat präsentiert und besprochen:
„Wie wundervoll es doch ist, dass niemand warten muss und jede/r sofort beginnen kann, die Welt nach und nach zum Guten zu verändern.“
An dieser Stelle noch ein besonderer Dank an alle ProjektschülerInnen, die im Rahmen ihres Engagements immer wieder dazu beitragen, die Welt ein wenig zum Guten zu verändern. 😊
Vielen Dank zudem an alle Personen, die zum Gelingen der Projektfahrt „auf den Spuren von Anne Frank“ beigetragen haben. Abschließender Dank gilt Ursula Kwasny, die die Fahrt mit ihrem herzlichen Engagement ebenfalls ermöglicht hat.
JEN
