Ehrung durch den Bundestagsabgeordneten Daniel Rinkert sowie Treffen mit dem Sohn des Grevenbroicher Holocaustüberlebenden Helmut Sachs in Berlin

Anlass der Ehrung durch den Grevenbroicher Bundestagesabgeordneten war die Bewerbung von „KKG – Gegen das Vergessen“ um den „Otto-Wels-Preis“. Die Projektgruppe bewarb sich beim Bundeswettbewerb in Kooperation mit dem hiesigen Geschichtsverein um Ulrich Herlitz mit der Arbeit „Erinnerung an den Riga-Überlebenden Helmut Sachs (1930-1981)“. Sachs stammte aus Hemmerden.

Obwohl die eingereichte Arbeit, die die vielseitige Erinnerungsarbeit für Helmut Sachs anspruchsvoll dokumentiert, letztendlich nicht den Hauptpreis gewinnen konnte, war es Daniel Rinkert (MdB) ein Bedürfnis, die umtriebige Projektgruppe – eben wegen ihrer Teilnahme an dem von der SPD-Bundestagsfraktion ausgelobten Preis, aber auch grundsätzlich für ihre nachhaltige Projektarbeit – entsprechend zu würdigen. Hierzu lud er alle an der Projektarbeit für Helmut Sachs beteiligten ProjektschülerInnen in sein Wahlkreisbüro zu einem Austausch inklusive Pizzadinner ein. Außerdem kam ein äußerst wertschätzender Brief vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Matthias Miersch aus Berlin hinzu.

Die Bewerbung ist erneut beispielhaft für eine gelungene Kooperation: Die SPD-Leute Rinkert und Philipp Bolz (stellv. Bürgermeister) regten die Teilnahme am Wettbewerb an. Herlitz steuerte die biografischen Daten, in Absprache mit Helmut Sachs´ Sohn Norbert, der in der Nähe von Berlin wohnt, bei. Roter Faden der Kooperation waren vor allem diverse Treffen mit Norbert Sachs bzw. die hieraus entstandene Projektarbeit, die in Form einer von Herlitz erstellten Pageflow-Präsentation eingereicht wurde. In die Arbeit wurde bspw. auch ein Interview mit Sachs integriert, das er am 9. November 2024 als Ehrengast der 13. Mahn- und Gedenkfeier gegeben hatte. Das Interview führten damals die Projektschülerinnen Uta und Eva Lindenlauf. Cathy Praum und Chiara Rauh steuerten auch noch sehenswerte Kunstwerke zur Bewerbung bei.

In der Entstehungsphase der Kunstwerke kam die Idee auf, die Originale Norbert Sachs zu schenken und ihm diese in Berlin zu übergeben. Erwähnenswert sei an dieser Stelle vor allem das von Cathy im kurbistischen Still angefertigte Portrait vom 10-jährigen Helmut Sachs (gleichzeitig auch Hintergrundbild des Bewerbungsdeckblattes, siehe oben!).

Die Klassenfahrt nach Berlin, auf der auch Besuche der Rheinkreis Neuss Bundestagsabgeordneten Programmpunkte waren, bot für die Umsetzung der Übergabeidee einen günstigen Rahmen.

So fand dementsprechend auf einem Bootlokal an der Spree ein intensiver Austausch während eines Treffens mit dem ergriffenen Norbert Sachs statt. Dieser nutzte die Gelegenheit, sich bei den anwesenden Projektschülerinnen äußerst herzlich grundsätzlich für die nachhaltige Erinnerungsarbeit für seinen Vater sowie natürlich auch für die Kunstwerke zu bedanken. Gruppenbilder an der weltberühmten Berliner Mauer und im Ostbahnhof (siehe oben!) rundeten das kurzweilige Treffen mit dem vertrauten Projektfreund ab.

Neben den Künstlerlinnen Cathy und Chiara bereuten es Katharina Schmidt und Jana Bindewald ebenfalls nicht, ihren einzigen „freien“ Abend „geopfert“ zu haben: „Wir hatten ein tolles Gespräch und wir freuen uns natürlich, dass unsere Projektarbeit wieder einmal große Wertschätzung erfahren hat“, konstatieren die erfahrenen Projektlerinnen. „Dieser Abend inklusive des wieder einmal mehr als außergewöhnlich zu bezeichnenden Einsatzes der Jugendlichen ist für mich ein weiterer Meilenstein unserer Projektarbeit gegen Antisemitismus“, ergänzt Projektleiter Thomas Jentjens erfreut. Norbert Sachs versprach seinerseits, mit Frau Ute erneut nach Grevenbroich kommen zu wollen. Zudem stellte er für die Portraits seines Vaters Ehrenplätze in Aussicht.

Neben der Übergabe der Kunstwerke und dem Besuch der Bundestagsabgeordneten war es für „KKG – Gegen das Vergessen“ zudem noch ein Anliegen, während des Aufenthaltes in Berlin das Mahnmal für die ermordeten Sinti und Roma (unweit des Reichstages) sowie das Holocaustmahnmal für die ermordeten Juden Europas (unweit des Brandenburger Tores) zu besuchen und dort jeweils ein wenig innezuhalten.

Wie schon Norbert Sachs in Berlin zeigte sich Daniel Rinkert im Austausch mit den SchülerInnen beeindruckt von der Nachhaltigkeit und begeistert von der Vielseitigkeit der geleisteten Projektarbeit, die schon seit 2011 – und mittlerweile auch wiederholt international – Anerkennung findet.

Entsprechend hielt er in seiner schriftlichen Auszeichnung u. a. fest: „Was ihr tut, ist gelebte Demokratie. Ihr setzt ein starkes Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus und das Vergessen. Auch wenn es dieses Jahr keinen Preis gab, ist euer Engagement von unschätzbarem Wert. Und es verdient unsere Aufmerksamkeit und unseren Respekt.“ Hierüber hinaus erhielt die erfreute Projektgruppe noch Rinkerts Zusage für weitere Kooperationen. Zudem ließ es sich Bürgermeister Klaus Krützen nicht nehmen, dem regen Austausch mit ebenfalls sehr wertschätzenden Worten noch zu bereichern. Projekturgestein Simon Schotten (Titelbild oben links!), der bspw. am 10. November 2024 mit Norbert Sachs bei dessen letztem Besuch in Grevenbroich in Hemmerden auf dem Friedhof der Familie Sachs gedacht hatte, hält abschließend fest: „Die Erinnerungsarbeit für Helmut Sachs, in Kooperation mit seinem Sohn Norbert, die wir seit Jahren betreiben, ist für uns etwas ganz Besonderes. Da ist es auch entsprechend erfüllend, wenn Bundestagsabgeordnete wie Herr Rinkert oder unser Bürgermeister uns hierfür so schön wertschätzen.“

Herzlicher Dank an alle an der Kooperation Beteiligten: Simon Schotten, Lena und Stella Oesterwind, Blessing Okoebor, Jana und Corina Bindewald, Eva Lindenlauf, Nele Samel, Eva Robbel, Maike Brakhan, Alicia Schwantes, Maila Filz, Lorena Cordero-Ramon, Katrin Mouris, Katharina Schmidt, Leni Mujagic, Hanna Mundt, Emely Praum sowie Philipp Bolz und Daniel Rinkert.

Besonderer Dank gilt Cathy Praum, Chiara Rauh und Uta Lindenlauf.

Abschließender Dank gilt Ulrich Herlitz und Norbert Sachs.

In Erinnerung an Helmut Sachs, Holocaustüberlebender aus Grevenbroich (1930-1981). 

NIE WIEDER IST JETZT!

(JEN)