Erasmus+ an der KKG auf dem Weg zu einem besseren Europa

Den Auftakt des Erasmus+-Projekts „United for a Better Europe – Where Tolerance Thrives and Hate Has No Voice“ bildete im Dezember 2025 ein erstes internationales Treffen an der KKG Grevenbroich. Hier lernten sich die Schülerinnen und Schüler aus Deutschland, Italien und Polen kennen und legten den Grundstein für eine enge Zusammenarbeit im Rahmen von Erasmus+, die von Offenheit, gegenseitigem Respekt und dem gemeinsamen Einsatz gegen Rassismus geprägt ist.

  1. Schüleraustausch der Europa AG nach Bergamo:

So trafen sich Im März 2026 die Teilnehmenden im italienischen Bergamo wieder. Gemeinsam mit ihren Partnerschülerinnen und -schülern beschäftigten sie sich intensiv mit den Themen Toleranz, Vielfalt und europäische Zusammenarbeit. Neben der Projektarbeit standen Besuche in Bergamo, Mailand und Lovere sowie zahlreiche gemeinsame Aktivitäten auf dem Programm, die den interkulturellen Austausch förderten und neue Freundschaften entstehen ließen.

  1. Schüleraustausch der Europa-AG nach Warschau (17.–23. Mai 2026)

Die in Grevenbroich geknüpften Kontakte und die in Italien gesammelten Erfahrungen fanden schließlich ihre Fortsetzung beim dritten Projekttreffen in Warschau. Vom 17. bis 23. Mai 2026 kamen die deutschen und polnischen Schülerinnen und Schüler erneut zusammen, um ihre Zusammenarbeit zu vertiefen und sich weiter mit den Werten eines offenen, demokratischen und solidarischen Europas auseinanderzusetzen.

In Warschau erwartete die Teilnehmenden eine abwechslungsreiche Woche voller kultureller Begegnungen, gemeinsamer Aktivitäten und eindrucksvoller Erfahrungen. Bereits am ersten gemeinsamen Tag wurden wir am Warschauer Hauptbahnhof herzlich empfangen und erreichten unser Ziel klimafreundlich mit der Bahn im Sinne des Erasmus+-Gedankens des „Green Travel“. Beim anschließenden Kennenlerntreffen in der Schule arbeiteten die deutschen und polnischen Jugendlichen in gemischten Teams zusammen, tauschten sich aus und knüpften weitere Freundschaften. Gemeinsame Spiele, Gespräche und ein kleines Buffet sorgten für eine offene und herzliche Atmosphäre, in der gegenseitiger Respekt und das Kennenlernen unterschiedlicher Perspektiven von Beginn an im Mittelpunkt standen.

Ein besonderer Höhepunkt war der Ausflug nach Żelazowa Wola, dem Geburtsort des berühmten Komponisten Frédéric Chopin. Dort besuchten wir sein Geburtshaus, hörten ein Konzert seiner Musik und setzten uns in Workshops mit seiner Biografie sowie den Themen Migration, kulturelle Identität und europäische Verbundenheit auseinander. Die Diskussionen zeigten eindrucksvoll, wie kulturelle Vielfalt das gemeinsame europäische Erbe bereichert und Vorurteile überwunden werden können.

Auch die Erkundung Warschaus bot viele interessante Einblicke. Von der modernen Skyline bis hin zur historischen Altstadt und den Spuren des Zweiten Weltkriegs lernten wir die bewegte Geschichte und die beeindruckende Entwicklung der polnischen Hauptstadt kennen. Im Rahmen einer Stadtrundführung besuchten wir außerdem das Gelände des ehemaligen Warschauer Ghettos, das Denkmal für die Heldinnen und Helden des Ghettoaufstands von 1943 sowie das Museum der Geschichte der polnischen Juden. Diese Orte ermöglichten es uns, die jahrhundertelange jüdische Kultur in Polen kennenzulernen und zugleich die verheerenden Folgen von Antisemitismus, Ausgrenzung und rassistischer Verfolgung zu reflektieren. Die Eindrücke machten die Bedeutung von Toleranz, Menschenrechten und demokratischen Werten auf eindrucksvolle Weise greifbar und unterstrichen die Aktualität des Projektthemas.

BEN