„KKG – Gegen das Vergessen“ aktiv in der Grevenbroicher Kulturnacht

Die Projektgruppe wurde von Kooperationspartner Pfarrer Christoph Borries eingeladen, an der Veranstaltung „Vun drinne noh drusse“ teilzunehmen. Roter Faden dieses Beitrages für die Kulturnacht war in der Christuskirche BAPs gleichnamiger Longplayer. Alle Songs wurden gespielt und vielseitig interpretiert. Track 1 des bahnbrechenden Albums ist „Kristallnaach“, für dessen Interpretation „KKG – Gegen das Vergessen“ zuständig war.

Die NGZ berichtet hier über die Kulturnacht: NGZ – Vorbericht_Kulturnacht – 28.10.2025-Seite_26

Veranstalter Christoph Borries besuchte zwecks Absprache und Vorbereitung der Zusammenarbeit die ProjektschülerInnen in der KKG. Aufgrund ihrer langjährigen Projektarbeit zu den Novemberpogromen waren die SchülerInnen sofort kreativ, was Beiträge und Interpretationsgedanken angingen. Im regen Austausch kristallisierte sich die Meinung heraus, dass Song 2 „Wellenreiter“ als eine Art Antwort auf den Song „Kristallnacht“ angesehen werden könnte. Daraus entstand die Idee, den „Wellenreiter“ in der Kulturnacht ebenfalls künstlerisch darzustellen und zu interpretieren.

Die Endergebnisse der ProjektschülerInnen konnten sich wahrlich sehen lassen. Sowohl die „Kristallnacht“ als auch der „Wellenreiter“ wurden vielseitig künstlerisch sowie gedanklich aufbereitet.

Neben den Kunstwerken steuerten die ProjektschülerInnen ihre Gedanken und Deutungen zum jeweiligen Song entsprechend aussagekräftig bei. Lena hielt bspw. zu „Kristallnacht“ fest: „Der Song beschreibt treffend wie gemein und aggressiv viele Menschen in unserer Gesellschaft – trotz der Nazivergangenheit – sind bzw. wie sie denken und welche Vorurteile sie haben.“

Zum Wellenreiter bilanzierte Projektschülerin Jana: „Ich denke, es ist wichtig, eine eigene Meinung zu haben und sich für Gerechtigkeit und gegen Diskriminierung, Hass und Gewalt einzusetzen, auch wenn es nicht immer einfach ist. Wir sollten Haltung zeigen, von drinnen nach draußen!“ Die Beiträge der Projektgruppe, die sogar noch um ein Kunstwerk von Jenny Görgens (Mutter von Projektschülerin Jazmin) bereichert worden waren, kamen im voll besetzten evangelischen Gotteshaus sehr gut an.

Generell war es eine kurzweilige Veranstaltung mit vielseitigen Beiträgen, die die Kulturnacht durchaus bereichert haben sollten. Neben anderen Grevenbroicher Persönlichkeiten ließ es sich Ulrich Herlitz vom Geschichtsverein nicht nehmen, ebenfalls zwei Songs der Langspielplatte mit Anekdoten aus seinem Leben zu versehen.

Veranstalter Pfarrer Borries war entsprechend begeistert und sprach sich für weitere Kooperationen aus. Herlitz und Projektleiter Thomas Jentjens erwiderten den Wunsch nach weiterer Zusammenarbeit erfreut.

„In der Tat gibt es nie genug von solchen Veranstaltungen, die kritisch aufmerksam auf Missstände unserer Gesellschaft machen und die Menschen von „von drinnen nach draußen“ sensibilisieren“, hält Projektschülerin Blessing zusammenfassend fest.

Herzlicher Dank an alle Beteiligten, die Kunstwerke angefertigt, die Beiträge in der Kulturnacht vorgestellt oder Fotos gemacht haben sowie an den Vorbereitungen und Treffen beteiligt waren.

Namentlich zu erwähnen sind: Alicia Schwantes, Lena Oesterwind, Jill Bonny, Emely und Cathy Praum, Chiara Rauh, Blessing Okoebor, Keno und Anja Holzportz, Jana und Corina Bindewald, Jenny und Jazmin Görgens, Katrin Mouris Jennifer Bergmann, Lilly Thönissen, Tolga Ince, Lara Möcker, Eva Robbel, Mia Paulsen, Karina Wehling, Celina Berrenbaum, Elmedina Saliji sowie Katharina Schmidt.

Besonderer Dank gilt Pfarrer Christoph Borries.

Im aktuellen Gemeindebrief schreibt der evangelische Geistliche auch über die Kooperationsveranstaltung im Rahmen der Grevenbroicher Kulturnacht: Gemeindebrief_93_BAP-vun_drinne_noh_drusse, S. 37

(JEN)