Darstellung des Projekts

Das Projekt besteht seit 2011, als die Schule gebeten wurde, anlässlich des 700jährigen Stadtjubiläums die Gedenkfeier zur Reichspogromnacht vom 9. November 1938 zu gestalten. Mit Unterstützung  eines Mitglieds des Grevenbroicher Geschichtsvereins, Reinhold Stieber, der anregte , das schicksalhafte jüdische Leben in Grevenbroich aufzugreifen, entstand  die erste Mahn- und Gedenkfeier. Wegen der besonderen Thematik und der starken positiven Resonanz, beschlossen der schulische Organisator, Thomas Jentjens, und seine Schüler die Aufarbeitung der Nazi-Gräuel voranzutreiben. Schnell ergaben sich zur ursprünglichen Projektidee, der jährlichen Mahn- und Gedenkfeier, weitere Themenfelder: Kooperationen mit dem Stadtarchiv, Ausstellungsbesuche zur Thematik, Themenabende gegen Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus sowie das Engagement für die Wiedereröffnung des in Vergessenheit geratenen jüdischen Friedhofes in der Stadtmitte.
Aufgrund der vielfältigen Aktionen setzte sich auch relativ bald der Projektname „KKG- Gegen das Vergessen“ durch.

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Das „Auschwitz-Album“ ist das einzige erhaltene fotografische Zeugnis über die Ankunft europäischer Juden im Todeslager Auschwitz, bis hin zur Vorbereitung des Massenmordes durch die nationalsozialistischen Verbrecher. Es diente in den 1960er Jahren entsprechend auch als Beweismaterial für die Anklage diverser NS-Verbrecher im Rahmen der sogenannten „Auschwitz-Prozesse“.

Aufgrund der Verdienste im Rahmen der Projektarbeit gegen Antisemitismus, Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit lud Wilfried Johnen, langjähriger Geschäftsführer des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein,  unser Projekt „KKG – Gegen das Vergessen“ zu sich – in die Landeshauptstadt - ein.

Am 9. November hieß es bereits zum 9. Mal im Rahmen der Mahn- und Gedenkfeier anlässlich der Novemberpogrome von 1938, ein Zeichen gegen Antisemitismus, Ausgrenzung  und Fremdenfeindlichkeit zu setzen. „Besonders in der heutigen Zeit erscheint uns das enorm wichtig“, betont GL-Lehrer Thomas Jentjens, der zusammen mit Reinhold Stieber die Projektgruppe "KKG -Gegen das Vergessen" leitet. Die gesamte Veranstaltung wurde von den Projektschülern der Klassen 10.1a und 10.1b vorbildlich geplant.
Bereits am Donnerstag hatte im Rahmen der Gedenkwoche 2019 in der KKG eine Begegnung mit den Ehrengästen -  Nachfahren der jüdischen Familie Katz stattgefunden, an der neben den schulischen Vertretern und Organisatoren auch Ulrich Herlitz vom Geschichtsverein Grevenbroich teilnahm.

Projektschüler gestalten einen würdigen Holocaustgedenktag mit

Der 27. Januar ist seit 1996 der offizielle Holocaustgedenktag. Vor 75 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz von der Roten Armee befreit. Für „KKG-Gegen das Vergessen“ Anlass genug, mit externen Partnern ein würdiges Gedenken zu begehen.

 
Eine ganz außergewöhnliche Geschichtsstunde erlebten die Schülerinnen und Schüler der 10.1 a und 10.1b am letzten Donnerstag. Im Rahmen der Gedenkwoche 2019, organisiert von Ulrich Herlitz vom Geschichtsverein Grevenbroich, besuchten Mari Bruce und Joan Noble,  Enkelinnen, und Sula Bruce, Urenkelin von Alexander und Elfriede Katz, alteingesessene Grevenbroicher Viehhändler, die im KZ Auschwitz ums Leben kamen, unsere Schule. Die beiden in England lebenden Schwestern stellten sich den Fragen der Zehntklässler. Sie fühlten sich willkommen und ermutigt vom Interesse an ihrer Geschichte, betonten die beiden. Vergessen können sie jedoch nicht. “It’s always with us. It’s a burden. ....We never had grandparents .We have a responsibility to tell our story.“

Ein besonderes Kinoerlebnis erfuhren die „KKG-Gegen das Vergessen"-Projektschüler sowie der gesamte 10. Jahrgang im hiesigen Grefi, als der preisgekrönte Dokumentarfilm „Wir Juden aus Breslau“ im Rahmen einer Sonderveranstaltung für Schüler  präsentiert wurde.

„Für das Böse reicht es, wenn die Guten nichts tun!“
Daher ist es für uns wie in den Vorjahren dringendes Anliegen, die Novemberpogrome vom November 1938, die deutschlandweit Schande und Schrecken brachten,  angemessen zu reflektieren.
Die Veranstaltung beginnt am Samstag, den 9. November 2019, um 18Uhr auf dem Synagogenplatz in der Fußgängerzone.
Wegen der Baustelle auf dem Synagogenplatz erfolgt ausnahmsweise sofort der Gedenkmarsch mit Lichtern zum Jüdischen Friedhof Montanusstraße.
Jeder Teilnehmer erhält am Synagogenplatz ein Licht.
 

Kontakt

Postadresse:

Käthe-Kollwitz-Gesamtschule Grevenbroich
Hans-Böckler-Straße 19
41515 Grevenbroich

 

Anfahrt zum Hauptgebäude:  


Käthe-Kollwitz-Gesamtschule
Von-Ketteler-Straße
41515 Grevenbroich

Anfahrt zur Sporthalle:

Käthe-Kollwitz-Gesamtschule
Geschwister-Scholl-Straße
41515 Grevenbroich

 

Schülersekretariat:

(auch bei Krankmeldungen)

Tel: 02181- 608 9160

Fax: 02181 - 608 9162

E-Mail: Schuelersekretariat-KKG@grevenbroich.de 

Schulleitungssekretariat:
Tel.: 02181- 608 9140

E-Mail: 191504@schule.nrw.de

 

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