Darstellung des Projekts

Das Projekt besteht seit 2011, als die Schule gebeten wurde, anlässlich des 700jährigen Stadtjubiläums die Gedenkfeier zur Reichspogromnacht vom 9. November 1938 zu gestalten. Mit Unterstützung  eines Mitglieds des Grevenbroicher Geschichtsvereins, Reinhold Stieber, der anregte , das schicksalhafte jüdische Leben in Grevenbroich aufzugreifen, entstand  die erste Mahn- und Gedenkfeier. Wegen der besonderen Thematik und der starken positiven Resonanz, beschlossen der schulische Organisator, Thomas Jentjens, und seine Schüler die Aufarbeitung der Nazi-Gräuel voranzutreiben. Schnell ergaben sich zur ursprünglichen Projektidee, der jährlichen Mahn- und Gedenkfeier, weitere Themenfelder: Kooperationen mit dem Stadtarchiv, Ausstellungsbesuche zur Thematik, Themenabende gegen Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus sowie das Engagement für die Wiedereröffnung des in Vergessenheit geratenen jüdischen Friedhofes in der Stadtmitte.
Aufgrund der vielfältigen Aktionen setzte sich auch relativ bald der Projektname „KKG- Gegen das Vergessen“ durch.

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Am 9. November hieß es bereits zum 9. Mal im Rahmen der Mahn- und Gedenkfeier anlässlich der Novemberpogrome von 1938, ein Zeichen gegen Antisemitismus, Ausgrenzung  und Fremdenfeindlichkeit zu setzen. „Besonders in der heutigen Zeit erscheint uns das enorm wichtig“, betont GL-Lehrer Thomas Jentjens, der zusammen mit Reinhold Stieber die Projektgruppe "KKG -Gegen das Vergessen" leitet. Die gesamte Veranstaltung wurde von den Projektschülern der Klassen 10.1a und 10.1b vorbildlich geplant.
Bereits am Donnerstag hatte im Rahmen der Gedenkwoche 2019 in der KKG eine Begegnung mit den Ehrengästen -  Nachfahren der jüdischen Familie Katz stattgefunden, an der neben den schulischen Vertretern und Organisatoren auch Ulrich Herlitz vom Geschichtsverein Grevenbroich teilnahm.

 
Eine ganz außergewöhnliche Geschichtsstunde erlebten die Schülerinnen und Schüler der 10.1 a und 10.1b am letzten Donnerstag. Im Rahmen der Gedenkwoche 2019, organisiert von Ulrich Herlitz vom Geschichtsverein Grevenbroich, besuchten Mari Bruce und Joan Noble,  Enkelinnen, und Sula Bruce, Urenkelin von Alexander und Elfriede Katz, alteingesessene Grevenbroicher Viehhändler, die im KZ Auschwitz ums Leben kamen, unsere Schule. Die beiden in England lebenden Schwestern stellten sich den Fragen der Zehntklässler. Sie fühlten sich willkommen und ermutigt vom Interesse an ihrer Geschichte, betonten die beiden. Vergessen können sie jedoch nicht. “It’s always with us. It’s a burden. ....We never had grandparents .We have a responsibility to tell our story.“

Der Ausstellungsbesuch rundete die engagierte Arbeit der Projektschüler anlässlich der Novemberpogrome (Mahn- und Gedenkfeier am 9. November) und des Holocaustgedenktages (Gedenkmarsch und Namenverlesung der Holocaustopfer Grevenbroichs am 27. Januar) auf beeindruckende Art und Weise ab.
Die Pogrome vom 9./10. November 1938 in Grevenbroich wurden den interessierten Projektschülern anhand diverser Quellen (Dokumente, Kleidungsstücke etc.) eindrucksvoll näher gebracht. Die Ausstellung organisierten Herr Herlitz (Vorsitzender des Geschichtsvereins) und Herr Wolff  (Fachdienstleier des Bereichs VHS und Museum), denen hierfür nochmals großer Dank gilt.

„Für das Böse reicht es, wenn die Guten nichts tun!“
Daher ist es für uns wie in den Vorjahren dringendes Anliegen, die Novemberpogrome vom November 1938, die deutschlandweit Schande und Schrecken brachten,  angemessen zu reflektieren.
Die Veranstaltung beginnt am Samstag, den 9. November 2019, um 18Uhr auf dem Synagogenplatz in der Fußgängerzone.
Wegen der Baustelle auf dem Synagogenplatz erfolgt ausnahmsweise sofort der Gedenkmarsch mit Lichtern zum Jüdischen Friedhof Montanusstraße.
Jeder Teilnehmer erhält am Synagogenplatz ein Licht.
 

Der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am 27.Januar wurde im Jahr 2005 von den Vereinten Nationen zum Gedenken an den Holocaust und den 60.Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau eingeführt.
Aus diesem Anlass organisierte die Gruppe "KKG- gegen das Vergessen" unter der Leitung von Thomas Jentjens und Reinhold Stieber einen Gedenkmarsch vom Synagogenplatz aus zum Jüdischen Friedhof an der Montanusstraße, wo die anschließende Gedenkfeier mit dem Lied "Shalom chaverim" vom Schüler-Eltern-Lehrer Chor und Mitgliedern des Schulorchesters der KKG sowie dem Franziskus-Kinderchor "An St.Josef" Südstadt unter der Leitung von Peter Faller-Lubzcyk eröffnet wurde.

Die Klasse 10.1a kam im Rahmen des Ausstellungsbesuches „Kriegsbeginn 1939.“ in der Villa Erckens in den Genuss einer ganz besonderen Geschichtsstunde.
Ermöglicht wurde das von Museumsleiter Thomas Wolff und dem Vorsitzenden des Geschichtsvereins, Ulrich Herlitz. Wolff führte ansprechend in die Ausstellung mit den zahlreichen Quellen ein, während Herlitz anschließend die Schicksale jüdischer Mitbürger ergreifend darstellte.

Am Sonntag, den 27.Januar 2019, findet der diesjährige Holocaustgedenktag statt.
Eröffnet wird die Veranstaltung im Museum Villa Erckens um 15 Uhr mit dem Konzert "Gerettet" in Erinnerung an die über 200 Grevenbroicher Holocaustopfer. Es besteht vorab die Möglichkeit zum Besuch der Ausstellung "Nacht des Terrors".

Kontakt

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Käthe-Kollwitz-Gesamtschule Grevenbroich
Hans-Böckler-Straße 19
41515 Grevenbroich

 

Anfahrt zum Hauptgebäude:  


Käthe-Kollwitz-Gesamtschule
Von-Ketteler-Straße
41515 Grevenbroich

Anfahrt zur Sporthalle:

Käthe-Kollwitz-Gesamtschule
Geschwister-Scholl-Straße
41515 Grevenbroich

 

Schülersekretariat:

Tel: 02181- 608 9160

Fax: 02181 - 608 9162

E-Mail: Schuelersekretariat-KKG@grevenbroich.de 

Schulleitungssekretariat:
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